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Google Ads Kunden onboarden: Vorlage & Ablauf

Im Video: Google Ads Kunden onboarden: Vorlage + Anleitung · Auf YouTube ansehen

Die strategische Einordnung findest du im Leitfaden für Webdesigner-Kundengewinnung.

Warum ein sauberes Onboarding über die Betreuungsdauer entscheidet

Das Onboarding ist der erste echte Eindruck nach dem Verkauf. Hier entscheidet sich, ob der Kunde dir vertraut oder nervös wird. Wenn du von Anfang an strukturiert auftrittst, bleibt er länger, zahlt pünktlicher und fragt seltener nach. Das klingt banal, ist aber der Hebel, den die meisten unterschätzen.

Google Ads ist dabei etwas technischer als Social Ads, weil Zugänge zum Werbekonto, Analytics und manchmal zur Webseite nötig sind. Je klarer du diese Punkte abfragst, desto weniger Reibung hast du. Aus unseren Case-Studies zeigt sich ein Muster: Kunden, die sich früh abgeholt fühlen, verlängern deutlich häufiger. Bei strukturierter Begleitung liegt der Median-Monatsumsatz unserer ausgewerteten Fälle vorher bei 8.000 und nachher bei 50.000 Euro, nachzulesen in den Agentur-Benchmarks 2026. Sauberes Onboarding ist die Basis für solche Sprünge, nicht der Zusatz obendrauf.

Mein Standpunkt: Technik und Automatisierung kommen später. Erst stehen die Basics.

Die Google Drive Struktur, die du vor der ersten Mail anlegst

Bevor du irgendetwas verschickst, legst du pro Kunde einen Drive-Ordner an. Ich arbeite mit zwei Ebenen. Der erste Ordner heißt Kundenname intern und enthält Vertrag, Rechnungen und alles, was der Kunde nie sehen muss. Der zweite Ordner ist der geteilte Arbeitsordner, benannt nach dem Kundennamen, zum Beispiel Consulting GmbH.

Im Arbeitsordner liegen drei Dinge griffbereit: eine PPC-Testing-Tabelle für deine Kampagnen-Experimente, eine PPC-Traction-Tabelle zum Nachhalten der Ergebnisse und ein Ordner Creatives und Ressourcen. In den Creatives-Ordner lädt der Kunde seine Logos, Bilder, Videos und YouTube-Inhalte hoch. So sammelst du Material an einem Ort, statt es aus fünf E-Mail-Anhängen zusammenzusuchen.

Lege diese Struktur einmal als Vorlage an und kopiere sie pro Neukunde. Kombiniere das mit einer sauberen Ablage in deinem Projektmanagement-Tool, dann greifen die Prozesse ineinander. Wie du deine Arbeitsumgebung dafür aufsetzt, zeigt unser Leitfaden zum ClickUp-Setup für Agenturen.

  • Kundenname intern: Vertrag, Rechnungen, vertrauliche Notizen nur für dich.
  • Arbeitsordner geteilt: alles, worauf der Kunde zugreifen darf.
  • PPC-Testing-Tabelle: Struktur für geplante Kampagnen-Experimente.
  • PPC-Traction-Tabelle: laufende Ergebnisse zum späteren Optimieren.
  • Creatives und Ressourcen: Upload-Ordner für Logos, Bilder und Videos.

Die Onboarding-Mail bleibt kurz und erledigt drei Dinge

Viele Einsteiger schreiben eine Textwand mit zwanzig Fragen. Das überfordert und bremst. Meine Mail ist bewusst simpel und erledigt genau drei Aufgaben. Sie bittet um die Zugänge und Anmeldedaten, sie hängt einen kurzen Fragebogen an, über den der Kunde Markt und Produkt selbst beschreibt, und sie verlinkt den Kick-off-Call.

Den Termin buchst du über Calendly oder die Terminfunktion aus Google Workspace. Workspace empfehle ich ohnehin für den Start. Es kostet rund 10 bis 20 Euro im Monat, gibt dir viel Drive-Speicher, eine eigene Domain-Adresse für den Mailversand und die Terminbuchung ohne Zusatztool. Wenn du schon ein Team hast, stellst du es in der Mail kurz vor, damit der Kunde Gesichter zu den Namen hat.

Der Fragebogen ist dein stiller Zeitgewinner. Du lernst den Kunden, bevor der Call startet, und kommst direkt in die Substanz. Wenn du beim Formulieren hängst, hilft dir unser Beitrag zu Werbetexte schreiben: Die 7-Schritt-Methode für mehr Kunden.

Der Kick-off-Call ist ein Arbeitscall, kein Smalltalk

Der Kick-off ist der Moment, in dem Momentum entsteht. Hier dürfen keine Fragen zur Zusammenarbeit mehr auftauchen, weil der Prozess sie vorher geklärt hat. Du tauchst direkt ins Inhaltliche ein, baust einen Fahrplan und hilfst dem Kunden, die wichtigsten Dinge aufzusetzen. Für den Call nutze ich eine feste Präsentationsvorlage, damit nichts vergessen wird.

Die Anfangsmotivation des Kunden ist am ersten Tag am höchsten. Diese Energie nutzt du aus, um ihn schnell zu den ersten sichtbaren Schritten zu bringen. Danach trägt das Momentum die Zusammenarbeit von selbst. Deshalb halte ich lose Kennenlern-Calls für verschwendete Energie, besonders bei Google Ads, wo du früh an Konto- und Analytics-Zugänge musst.

Vertrauen baust du nicht durch Nettigkeit, sondern durch Klarheit und Tempo. Wenn du wissen willst, wie du dieses Vertrauen systematisch aufbaust, lies unseren Beitrag zu den Mehr Kunden abschließen: Die 4 Säulen des Vertrauens.

Nach dem Kick-off folgt der erste Strategie-Schritt

Mit den Zugängen und dem Briefing in der Hand entwickelst du die erste Strategie. Das läuft in klaren Teilschritten. Du führst eine Keyword-Recherche durch, analysierst die Google-Anzeigen der Konkurrenz und erstellst daraus einen konkreten Kampagnenvorschlag. Wenn du mit YouTube oder Google Display arbeiten willst, kommt ein Creative-Briefing dazu.

Das klingt nach viel, läuft aber mit einer Checkliste flott durch. Ich hake jeden Punkt ab und tausche nur das aus, was beim jeweiligen Kunden anders ist. So verwechselst du nichts und lieferst trotzdem individuell. Der Vorschlag ist dein erster messbarer Wert für den Kunden, lange bevor die erste Anzeige live ist.

Wie du die Ergebnisse danach transparent an den Kunden zurückspielst, ist mindestens so wichtig wie das Setup. Unser Leitfaden zum Reporting für Kunden: So gestaltest du es optimal zeigt dir, wie du Zahlen so aufbereitest, dass der Kunde Fortschritt sieht und nicht nur Tabellen.

Grundgerüst und Reihenfolge sind bei beiden Kanälen identisch: Drive, Mail, Kick-off, Strategie. Die Unterschiede liegen im Detail. Bei Google Ads brauchst du früh den Zugriff auf das Werbekonto, oft auf Analytics und manchmal auf die Webseite für Conversion-Tracking. Bei Meta dreht sich mehr um Creatives und Zugriff auf den Business Manager.

Ich rate dir, die Zugangsabfrage pro Kanal zu spezifizieren, statt eine Einheitsmail für alles zu nehmen. Jeder falsche oder fehlende Zugang kostet dich Tage. Wenn du beide Kanäle anbietest, halte zwei leicht unterschiedliche Vorlagen bereit. Mehr zum Meta-Pendant findest du in unserem Meta-Ads-Kunden onboarden: Der skalierbare Fahrplan.

SchrittGoogle AdsMeta Ads
Kritischer ZugangWerbekonto, Analytics, TrackingBusiness Manager, Werbekonto
Material vom KundenKeywords, Landingpage, USPsCreatives, Logos, Videos
Erster Strategie-SchrittKeyword-Recherche, KonkurrenzanzeigenCreative-Briefing, Zielgruppen
Technisches RisikoTracking-Setup fehlerhaftKontosperrung, Freigaben
Kick-off-FokusKonten verbinden, KampagnenlogikCreatives klären, Freigaben setzen

Weiterführende Artikel

FAQ

Brauche ich für das Google Ads Onboarding zwingend Automatisierung?

Nein. Für die ersten Kunden reichen eine kopierbare Drive-Struktur, eine Mail-Vorlage und eine Kick-off-Präsentation. Automatisierungen wie automatischer Vertragsversand oder Projektanlage baust du später, wenn das Grundgerüst stabil läuft und du Zeit zurückgewinnen willst.

Welches Tool nutze ich für den Kick-off-Termin?

Calendly funktioniert gut und kostet im Einstieg nichts. Alternativ nutzt du die Terminbuchung aus Google Workspace, die bei rund 10 bis 20 Euro monatlich mit dabei ist. Beide liefern einen Buchungslink, den der Kunde direkt in die Onboarding-Mail bekommt.

Was gehört in die Onboarding-Mail bei Google Ads?

Drei Dinge: die Bitte um Zugänge und Anmeldedaten, ein kurzer Fragebogen zu Markt und Produkt sowie der Link zum Kick-off-Call. Ergänze bei Bedarf eine kurze Teamvorstellung und den Link zum Creatives-Ordner im Drive.

Wie vermeide ich, dass der Kunde Zugänge zu spät liefert?

Frage die Zugänge bereits in der Onboarding-Mail an und wiederhole den Bedarf im Kick-off-Call. Setze den Zugang als Voraussetzung für den Start der Kampagne, nicht als Nebensache. So bleibt der Kunde in der Verantwortung und du verlierst keine Woche.

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