0 %

Facebook Ads Agentur Preise: Retainer & Setup

Im Video: Preise als Facebook-Ads Agentur: So viel solltest du für Retainer & Setup verlangen! · Auf YouTube ansehen

Die strategische Einordnung findest du im Leitfaden zur Agentur-Skalierung.

Warum dein Preisproblem fast nie am Preis liegt

Dein Preis als Facebook Ads Agentur folgt der Kundenqualität, nicht der Verhandlungstaktik. Einen Shopify-Store mit sechsstelligem Monatsumsatz weiter zu skalieren, ist in meiner Erfahrung deutlich leichter, als einen kleinen Shop vom Start wegzubringen. Im ersten Fall stimmt die Basis und du verstärkst nur, im zweiten baust du das ganze Fundament auf und bekommst trotzdem kein hohes Honorar.

Hier liegt die kontraintuitive Wahrheit: Höhere Preise gehen bei guten Kunden leichter durch als Rabatte bei schlechten. Ein etablierter Shop zahlt 2.000 Euro Retainer plus Beteiligung ohne Zucken, weil die Zahl im Verhältnis zu seinem Umsatz winzig ist. Ein Kleinstkunde feilscht um 500 Euro und macht dich trotzdem für jedes schwache Ergebnis verantwortlich.

Viele Facebook Ads Agenturen helfen aus einem guten Impuls heraus Neugründern mit Kleinstbudget. Das Herz sitzt richtig, das Geschäft nicht. Diese Kunden brauchen Grundlagen und kein Performance-Marketing. Später machen sie dich dafür verantwortlich, dass ihr eigenes Angebot noch nicht trägt.

Wann ist ein Kunde reif für Facebook Ads?

Ein Kunde ist reif, wenn er Leads oder Verkäufe selbst verwerten kann. Im E-Commerce heisst das: 50.000 bis 100.000 Euro Monatsumsatz, etablierte Buchhaltung, funktionierende Logistik und ein validiertes Angebot. Bei Dienstleistern, Coaches und Beratern bedeutet es, dass mindestens ein eigener Vertriebler eingestellt ist, der qualifizierte von unqualifizierten Anfragen unterscheidet und verkaufen kann.

Dieser Vertriebler ist kein Luxus. Salesforce nennt 60 Prozent Zeitanteil für nicht verkaufsbezogene Aufgaben als aktuelle Produktivitätsgröße laut Salesforce, 2026. Ich sehe in der Beratung immer dasselbe Muster: Ein Berater mit niedrigem fünfstelligem Monatsumsatz aus Empfehlungen hat nie strukturiert verkaufen gelernt. Bekommt er von dir Leads über deinen Pixel und die Conversions-API, schliesst er sie nicht ab und ruft nach besserer Qualität. Du optimierst, lieferst bessere Anfragen, das Ergebnis bleibt gleich. Die Ursache liegt in seinem Vertrieb, nicht in deiner Kampagne.

Beim klassischen Mittelstand ist die Eignung oft klar, weil eine Vertriebsstruktur im Haus schon existiert und Anfragen sofort abgearbeitet werden. Ob der Betrieb 20 oder 50 Mitarbeiter hat, zählt weniger als die Frage, ob jemand ans Telefon geht, wenn ein Lead reinkommt. Fehlt diese Rolle, lehne ich ab, egal wie gross das Unternehmen auf dem Papier wirkt.

KundentypReifekriteriumMindest-Signal
E-Commerce-Shop50.000 bis 100.000 Euro MonatsumsatzBuchhaltung, Logistik und validiertes Angebot laufen
Coach oder Beratereigener Vertrieb vorhandenmindestens ein fest angestellter Vertriebler
MittelstandKapazität für mehr Anfragenjemand verwertet Leads sofort im Haus
Neugründerkein Kriterium erfülltfinger weg, zu früh für Performance-Ads
Jeder KundentypBudget plus Honorar tragbarWerbebudget direkt an Meta zahlbar

Facebook Ads Agentur Preise: Retainer, Setup und Upsells

Die Preise setzen sich aus drei Bausteinen zusammen: einem monatlichen Retainer rein für deine Arbeit, einer einmaligen Setup-Gebühr und separaten Upsell-Projekten. Der Retainer startet bei rund 2.000 Euro pro Monat für laufende Betreuung, Überarbeitung und das Nachliefern frischer Creatives. Fürs initiale Setup berechnest du zwischen 3.000 und 10.000 Euro vorab, inklusive Content-Produktion, Kampagnenstruktur und der technischen Anbindung von Pixel und Conversions-API.

Im E-Commerce hebst du dein Honorar über eine faire Gewinn- oder Umsatzbeteiligung, mit der du pro Kunde auf 5.000 bis 10.000 Euro im Monat kommst. Die Base-Fee bleibt fest, der Rest skaliert mit dem Ergebnis. Für mich ist das das sauberste Modell. Du verdienst mehr, wenn der Kunde mehr verdient, und beide Seiten ziehen in dieselbe Richtung.

Separat davon stehen Upsells als abgeschlossene Einmalprojekte. Ein Kunde aus unserer Begleitung macht ausschliesslich E-Mail-Marketing für Shopify-Shops mit Klaviyo. Er hat sich bei einem Spezialisten für IP-Optimierung das Wissen eingekauft, es in ein Paket für 5.000 Euro gepackt und an seinen Bestand verkauft. 20 bis 30 Prozent seiner Kunden haben zugegriffen, das hat ihm nach eigener Aussage eine viertel Million zusätzlichen Umsatz gebracht, ohne einen einzigen neuen Kunden.

BausteinWas enthaltenAbrechnung
Setup einmaligContent, Kampagnenstruktur, Pixel, Conversions-API3.000 bis 10.000 Euro vorab
Fester Retainerlaufende Betreuung und Creativesab 2.000 Euro pro Monat
UmsatzbeteiligungErfolgsanteil im E-CommerceBase-Fee plus Prozentsatz
Werbebudget (Ad Spend)Reichweite bei MetaKunde zahlt direkt an Meta
Upsell-Projekteinmalige Sonderleistung wie IP-Optimierungfester Projektpreis, z.B. 5.000 Euro

Solltest du das Werbebudget je vorstrecken?

Nein, das Werbebudget streckst du nie vor, auch nicht für eine Woche. Der Ad Spend gehört komplett dem Kunden und wird direkt von ihm an Meta gezahlt. Er hinterlegt seine eigene Zahlungsmethode im Meta Business Manager. Das halte ich für einen der gefährlichsten Fehler junger Agenturen.

Rechne es durch. Betreust du mehrere Kunden mit fünfstelligen Monatsbudgets und streckst auch nur einen Teil vor, sammelt sich schnell ein hoher Aussenstand bei Meta an, bevor eine einzige Rechnung bezahlt ist. Platzt ein Kunde, trägst du das volle Risiko. Dein Honorar ist gegen diesen Betrag kein Puffer.

Die saubere Trennung schützt auch deine Positionierung. Du verkaufst Expertise und Betreuung, keine Vorfinanzierung. Wer das Budget vorstreckt, wird Dienstleister und Kreditgeber in einer Person. Das verträgt sich schlecht mit einem gesunden Cashflow.

Biete bei Facebook Ads keine drei Preispakete an

Lass Basic, Premium und Enterprise weg. Die eigentliche Leistung bleibt gleich: Kampagnen aufsetzen, optimieren und Creatives liefern. Künstliche Stufen verwirren den Kunden und drücken dich am Ende in das billigste Paket. Diesen verbreiteten Rat mit drei Paketen lehne ich bei Facebook Ads ab, weil er schlechter funktioniert als bei fast jeder anderen Leistung.

Arbeite stattdessen mit einem klaren Basis-Retainer und staffle über die Umsatzbeteiligung. Der Preisunterschied entsteht aus dem Ergebnis, nicht aus einer Paketmatrix. Das ist ehrlicher und leichter zu verkaufen, weil der Kunde genau eine Entscheidung trifft.

Eine zweite klare Position von mir: Finger weg von reiner Social-Media-Betreuung ohne Werbebudget. Posts planen und Fanpages pflegen bringt dem Kunden selten messbaren Umsatz und dir keinen verteidigbaren Preis. Facebook Ads mit klarer Erfolgslogik schlägt Content-Pflege in jeder Hinsicht.

Die drei teuersten Preisfehler, priorisiert

Der teuerste Fehler ist der falsche Kunde. Ein zu niedriger Retainer entsteht, weil der Gründer Interessenten an Bord holt, die hohe Honorare nicht tragen. Löse zuerst die Kundenauswahl, dann stimmt der Preis fast von allein. Verschiebst du deine Zielgruppe nach oben, verschwindet das Preisproblem, ohne dass du härter verhandeln musst.

Der zweitteuerste Fehler ist, alles in den Retainer zu packen. Shootings, Influencer-Kooperationen und Sonderprojekte berechnest du als eigene Einmalleistung. Jeder dieser Punkte ist ein klar umrissenes Projekt mit eigenem Preis. Wer sie in die monatliche Fee quetscht, arbeitet unbezahlt und verliert die Kontrolle über den Umfang.

Der dritte Fehler ist fehlende Planbarkeit durch Einzelaufträge, die du jeden Monat neu akquirierst. Feste Retainer mit automatischer Verlängerung geben dir diese Planbarkeit. Wir haben über 1.000 Agenturen begleitet und sehen bei den stärksten dasselbe Muster, wie unsere Benchmarks zeigen: planbarer Retainer plus gezielte Upsells schlägt jede Paketmatrix.

Deine Checkliste vor dem nächsten Angebot

Prüfe drei Kriterien, bevor du überhaupt über Zahlen sprichst. Erst wenn alle drei erfüllt sind, nennst du deinen Retainer plus Setup-Gebühr. Fällt der Interessent durch, lehnst du ab oder schickst ihn zurück an die Basisarbeit.

Hänge an jeden E-Commerce-Deal eine faire Umsatz- oder Gewinnbeteiligung. Besprich sie offen, zeig dem Kunden die Rechnung und mach klar, dass du nur mehr verdienst, wenn er mehr verdient. Sichere im Vertrag eine Laufzeit mit automatischer Verlängerung, damit dein Umsatz planbar bleibt. Baue dir parallel ein bis zwei Upsell-Projekte auf, die du einmal entwickelst und immer wieder verkaufst.

  • Trägt der Kunde Honorar plus Werbebudget ohne finanzielle Schmerzen?
  • Erfüllt er das Reifekriterium: Shop ab 50.000 Euro Monatsumsatz oder ein eigener Vertriebler?
  • Zahlt er das Werbebudget direkt über seinen eigenen Meta Business Manager?
  • Bist du bereit, ohne diese drei Punkte Nein zu sagen?

Weiterführende Artikel

FAQ

Wie viel sollte eine Facebook-Ads-Agentur für einen monatlichen Retainer verlangen?

Mindestens 2.000 Euro rein für die Betreuung, getrennt vom Werbebudget. Als Faustregel deckt dein Retainer deinen Deckungsbeitrag pro Kunde, oft lässt er sich als Prozentsatz des verwalteten Ad Spends ansetzen. Im E-Commerce hebt eine Umsatzbeteiligung die Zahl auf 5.000 bis 10.000 Euro.

Wie hoch sollten die einmaligen Setup-Kosten für Facebook Ads angesetzt werden?

Zwischen 3.000 und 10.000 Euro, abhängig von Content-Produktion, Shootings und der technischen Einrichtung von Pixel und Conversions-API. Die Setup-Gebühr deckt den initialen Aufwand, danach liefert der laufende Retainer die neuen Creatives nach.

Wie formuliere ich die Budget-Trennung, ohne dass der Kunde Misstrauen entwickelt?

Sag konkret: Ihr Werbebudget hinterlegen Sie direkt bei Meta, so läuft jeder Euro in Ihre Reichweite und Sie sehen jede Ausgabe live im Business Manager. Mein Honorar ist davon getrennt. Diese Transparenz schafft mehr Vertrauen als ein vorgestreckter Ad Spend.

Welches Honorarmodell ist für Facebook Ads Agenturen am profitabelsten?

Ein fester Basis-Retainer plus eine faire Umsatz- oder Gewinnbeteiligung im E-Commerce. Reine Paketstufen lehne ich ab, weil die Leistung gleich bleibt und Pakete den Preis nach unten drücken. Zusätzliche Upsell-Projekte heben die Marge deutlich.

Wie baue ich einen profitablen Upsell auf, wenn mir das Fachwissen fehlt?

Du kaufst dir die Beratung einmal bei einem Spezialisten ein, paketierst das Ergebnis und verkaufst es an deinen Bestand. Ein Kunde von uns hat so ein IP-Optimierungs-Paket für Klaviyo gebaut, das 20 bis 30 Prozent seiner Shopify-Kunden gekauft haben.

Welche Kriterien entscheiden, ob ein Kunde bereit für Facebook Ads Betreuung ist?

Im E-Commerce ein laufender Betrieb mit 50.000 bis 100.000 Euro Monatsumsatz, Buchhaltung, Logistik und validiertem Angebot. Bei Dienstleistern ein fest angestellter Vertriebler, der Leads abschliesst. Fehlt beides, landet die Verantwortung für Umsatz bei dir, obwohl du nur Anfragen lieferst.

Weiterlesen